Der vernetzte Mensch droht sich in der digitalen Welt zu verlieren
Die individuelle Freiheit ist ein kostbares Gut. Das Thema hat die Geistes- und Sozialwissenschaften stets beschäftigt, viele sahen einst die Kirche und den Staat als grösste Bedrohung des freien Denkens. Doch nun wachsen die Ängste um die Bedrohung des freien Willens durch das personalisierte Internet. Was von den Anbietern gut gemeint ist, das massgeschneiderte Angebot an jeden Nutzer aufgrund seiner verknüpften Daten, droht immer stärker dessen Verhalten zu determinieren.
Die düsterste Vision dieser Entwicklung beschreibt die Kommunikationsforscherin Miriam Meckel in ihrem neuen Buch «Next». Es zeichnet im Genre der Sciencefiction das Bild einer Gesellschaft, in der unser Verhalten gänzlich berechenbar geworden ist und der Mensch sich in der digitalen Welt schliesslich verliert. Meckel hatte mit ihrer letzten Publikation bereits hohes Aufsehen erregt, als die nach aussen stets souverän wirkende St. Galler Universitätsprofessorin offen über ihr Burn-out schrieb («Brief an mein Leben»).
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Quelle: www.miriammeckel.de
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